· 

Coaching Phase 1 - Die gegenwärtige Situation

Heute Nacht bin ich mit einer großen Spannung in der Magengegend und klopfendem Herzen aufgewacht. Ich habe Angst vor der neuen Herausforderung, der Chance, die sich mir bietet Online Yoga und Meditation anzubieten. Seit 16 Jahren biete ich Yogastunden an, in geschütztem Raum im eigenen Haus und mir gut vertrauten Personen, mit denen ich mich freundschaftlich verbunden fühle. In dieser vertrauten Atmoshere fühle ich mich wohl und frei auch immer wieder neue Impulse und Übungen, sei es aus dem Yin Yoga, Vinyasa Yoga, Lach Yoga, der gewaltfreien Kommunikation,.... in die Stunden zu integrieren und in dieser offenen Gemeinschaft Neues auszuprobieren. Seit Corona, seit knapp einem Monat ist Yoga und mehr geschlossen und mir fehlen meine Kunden-, Yoga- und Meditations- Community. Ich habe mich zu Digitalen Erlebnissen entschlossen und dazu Yoga, Meditation und Inspirations Coaching Online vorerst kostenlos anzubieten. Das ganze hat mit großer Neugier und Enthusiasmus begonnen, ich stehe vor technischen Herausforderungen, die sich bestimmt lösen lassen, aber..... auf einmal fühle ich diese ungute Spannung in der Magengegend, das klopfende Herz, ein Lampenfieber und Angst aus meiner Komforzone heraus zu treten. Diesen für mich heiligen und geschützten Raum öffentlich zu machen, Yoga & Meditation unter der Beobachtung einer Kamera und ohne Gruppe zu machen. Mir ist bewusst um die Komfortzone liegt die Angst Zone und in der befinde ich mich gerade. Yoga und Meditation öffentlich zu machen heißt eine Grenze zu übertreten, die in den letzten 16 Jahre immer in kleinem überschaubaren Rahmen stattgefunden hat. Etwas mir lieb Gewonnenes und Vertrautes zu verlassen, um eine neue Chance anzunehmen, mich zu weiten und zu öffnen und dabei eine innere schützende Blockade zu überschreiten. Mir ist sehr wohl bewusst, um in ein neues Potential zu gehen ist genau das notwendig, aber wie gehe ich mit dieser Körperempfindung in mir um?- Ich tue genau das, was ich im Yoga und Personal Coaching tue. Ich gehe mit meinem Bewusstsein nach Innen, lasse den Atem tief werden und mache einen Bodyscan durch meinen Körper hin zu der Stelle, wo ich den Druck, den Schmerz, die Spannung, die Blockade besonders intensiv spüre, verweile mit meinem Besusstsein genau dort und beobachte diese Körperempfindung im Detail, wie unter einer Lupe. Wie genau fühlt sie sich an? Sie fühlt sich an als ob....., Was für ein Bild taucht auf, was die Körperempfindung symbolisieren würde? Was für eine Emotion liegt unter dieser Körperempfindung? Diese und ähnliche Fragen stelle ich mir. Ich lasse mir Zeit, dieses verdrängte Gefühl, was sich in Schmerz, Druck oder Unwohlsein zum Ausdruck gebracht hat, aufzuspüren und zu benennen. Dann endlich bekommt dieses Gefühl meine volle Aufmerksamkeit. Es darf sich ausdehnen, über den ganzen Körper und darüber hinaus. Ich bade förmlich in dem Gefühl und damit höre ich auf, mich gegen das Gefühl zu wehren, sondern gebe mich ihm ganz hin, nehme es an, integriere es in mein Sein. Ich lasse mich durch das Gefühl hindurch sinken. Mag sein dass es weitere Gefühlsschichten gibt, die auftauchen durch die ich genauso hindurch gehe, dabei Blockaden löse bis ich auf den Grund stoße.....  zu Weite, zu Öffnung, zur Erlösung oder Linderung von dieser Körperempfindung und in ein tiefers Vertrauen hinein. Genau das geschieht auch in der ersten Phase beim Ablauf einer Coaching Sitzung. Du kannst Dich selbst coachen, aber Du kommst leichter vom Kopf ins Gefühl und damit in die Innere Dimension, wenn Du Dich durch die Fragen des Du führen lässt und mit all Deiner Aufmerksamkeit und Präsenz ins Spüren, Beobachten und Wahrnehmen kommst.