Coaching Phase 2 - Blick in die Vergangenheit

In der ersten Phase habe ich beobachtet dass ich gestresst war. Dass mich die Entscheidung einen neuen Weg zu gehen ein schlaflose Nacht gekostet und meine Gesundheit gelitten hat. In der zweiten Phase stelle ich mir die Frage. Woran erinnert dich diese Situation? Wie steht es um Deine Gesundheit? Hast du schon öfters die gesundheitliche Balance verloren? Was fällt Dir spontan dazu ein? Es kann ein Erlebnis aus der nahen Vergangenheit sein. Es kann auch weiter zurück liegen. Und dann erinnerst Du Dich so genau wie möglich an das Bild, das Gefühl, oder den Gedanken der auftaucht. Ich befrage den Coachee im Detail nach der Situation, dem etwaigen Alter des Kindes, der Umgebung, den beteiligten Personen, also nach der Ausgangssituation von damals. Ich frage danach wie er sich damals gefühlt hat. Sein erwachsenes Ich darf für sein Kind von damals sich erinnern wo das Kind im Körper den Stress, die Spannung, das Unwohlsein gespürt hat. Wie eine Sanduhr darf das Bewusstsein des Erwachsenen durch den Körper des Kindes rieseln. Über den Kopf durch die Enge des Halses und durch den restlichen Körper. Wo tritt eine Körperempfindung auf und welches Gefühl liegt unter dieser Körperempfindung. Oft tritt anstelle der Körperempfindung sofort das Gefühl auf, dann bleibe mit deinem Bewusstsein bei diesem Gefühl und gib diesem Gefühl Raum sich auszudehnen. Vielleicht war das Kind von damals in großer Not und Verzweiflung, aber in der jetzigen Situation, weiss das erwachsene Ich dass es die  Situation gut überstanden hat und kann für das Kind von damals den Gefühlen Raum geben sich auszudehnen. Er darf für das Kind dasein und für das Kind spüren. Damit wird Druck aus der Situation genommen. Gefühle von damals die abgespalten und als Energieblockaden abgelegt wurden, können jetzt nach Hause geholt und geheilt werden. Der Erwachsene kann für das Kind fühlen, hören und sehen und im Kraft seines Bewusstseins all die Unterstüzung geben, die das Kind von damals so dringend notwendig hatte. Er kann auch die Gedanken oder den Glaubenssatz betrachten, den das Kind von damals formuliert hat, um die Situation heil zu überstehen. Er kann beobachten inwieweit der Glaubenssatz in der Vergangenheit für ihn dienlich war und gemeinsam mit seinem inneren Kind überprüfen, ob dieser Gedanke, dieser Glaubenssatz auch heute noch seine Gültigkeit hat, oder ob es an der Zeit ist einen neuen Gedanken zu formulieren. Wenn z.B. das Kind gedacht hat "Ich muss möglichst still sein, um geliebt zu werden", dann kann der Erwachsene dem Kind sagen, dass er sich auch klar und deutlich ausdrücken darf, um wahrgenommen und geliebt zu werden. Er darf sein Inneres Kind auch in den Arm nehmen und ihm all die Liebe und Zuwendung schenken, die dem Kind gefehlt hat. Er darf in die Verbindung mit dem Innneren Kind, mit sich selbst, gehen und spüren dass diese tiefe Selbstliebe die wichtigste Beziehung in seinem Leben ist und erst durch die Bereinigung dieser Beziehung echte Näche und Verbindung zum Anderen möglich wird. Gemeinsam mit seinem Inneren Kind kann er neue Glaubenssätze formulieren, die z.B. seiner Gesundheit oder einem anderen eingeschränkten Lebensbereich viel dienlicher sind. Er kann hineinspüren wie dieses neue Ja zu sich und seinem Wesen ihn in Leichtigkeit, Freude und Verbundenheit führt. Ganz dankbar kann er auf seine Zukunft blicken, sein neues Ich visualisieren und sich daran freuen dass alte Erfolgsverhinderer zurückbleiben dürfen.